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| Sind die Sandstürme radioaktiv? |
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| Geschrieben von: Jakobus Dorloff |
| Dienstag, 13. Oktober 2009 um 00:00 Uhr |
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Ein Team australischer Wissenschaftler analysieren derzeit den Staub, welcher diese Woche Ost-Australien eingehüllt hat, um herauszufinden, ob er gefährlich ist.
Der Ursprung des Sandsturms wird rund um Woomera im australischen Outback aus der Nähe (des größten Bergwerkes Australiens), der riesigen Olympic Dam Uranium-Mine, vermutet, was Anlass gab, zu glauben, dass dieser radioaktiv und gefährlich sein könnte. Der Klimatologe Professor Nigel Tapper von der Monash-University in Melbourne spielte die Risiken für die Bevölkerung herunter, gab jedoch an, der Staub könne wichtige Ökosysteme wie z.B. das Great Barrier Reef bedrohen. "Sicher kommt der Sandsturm teilweise aus besagten Gegenden im Outback, wir glauben aber, der Staub kommt vor allem aus ausgetrockneten Seen und Flussbetten und allgemein aus der Gegend des Lake Eyre Basin.", sagte er. "Dieses (radioaktive) Material hat sich schon seit geraumer Zeit verteilt, so gehe ich nicht davon aus, dass dadurch ein Problem entsteht." "Die Hauptsorge besteht darin, dass der Feinstaub in die Lunge gelangen kann und Astma, sowie auch andere Atemwegserkrankungen auslösen kann." Die Wissenschaftler analysierten den Staub, der 2.150 Kilometer bis nach Neuseeland geweht wurde und machten sich ein Bild davon und den Mineralstoffen darin, um herauszufinden woher dieser kommt und ob er eine Bedrohung für die Korallenmeere und die Landwirtschaft darstellt. Wenngleich es nicht ungewöhnlich ist, das Rauchpartikel die Tasmanische See überqueren, sagten die Meteorologen, dass das Eintreffen von australischem Staub ein seltenes Ereignis ist. Verwehter Staub aus Afrika, so glaubt man, habe ähnliche Schäden an Korallenriffs in der Karibik hinterlassen, sagte Prof. Tapper. "Unsere Vortests zeigten, dass sich Material dort ablagert. Wir haben seine Herkunft identifiziert, aber nun werden die Biologen die Mikroben und Bakterien untersuchen um festzustellen ob diese eine Belastung darstellen," sagte er. "Das Korallenriff wird bereits durch El Nino angegriffen, wenn es schnell kalt oder heiß wird und durch allerhand (weitere negative Einflüsse), wie zum Beispiel Abwasser und verschiedene Arten Seesterne." Der oskarnominierte Dokumentarfilmer David Bradbury, der auch Filme über Atomenergie machte, warnte gestern vor den Gefahren, die von dem radioaktiven Staub in der Nähe der Olympic Mine ausgehen.Der australische Wissenschaftler Peter Cosier hat ebenfalls die verkümmerte Landverwaltung dafür verantwortlich gemacht, Australiens Wiederstandsfähigkeit gegen Sandstürme abgschwächt zu haben. Er sagte einen weiteren Zwischenfallfür für dieses Wochenende voraus der Sydney treffen wird, wofür die Dürre verantwortlich gemacht werden wird. Der Sandsturm verzeichnete Werte von Luftpartikeln, die Konzentrationslimits überschritten, mit Werten von 15.400 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. An normalen Tagen liegt dieser Wert bei 20 Mikrogramm und durch Buschbrände kommt es mitunter zu Werten von 500 Mikrogramm. Der Meteorologe Philip Duncan von der Weatherwatch Webseite sagte, dass berichte wurde, dass oranger Staub auf der Nordinsel in den Gebieten von Auckland, Northland, Waikato, Bay of Plenty und Taranaki niedergegangen ist. Es war eindeutig zu sehen wo dieser gelandet ist, insbesondere auf Autoscheiben. "Er kam gestern Nachmittag an, wurde aber im Regen und in den Wolken aufgefangen und so mit der Wetterfront gebunden. Jetzt wo es wieder aufklart ist das eindeutig," sagte Duncan gestern. Ein Einheimischer in Taranaki berichtete der Webseite, dass der Staub in der Nähe der Schule in der er arbeitet so dicht war, dass dieser auch bei starken Regengüssen nicht ausgewaschen wird. |








