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| Amerika ist eine fehlgeschlagene Demokratie - Seine Bürger wollen Frieden und die gewählten Volksvertreter machen Krieg |
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| Geschrieben von: Jakobus Dorloff |
| Mittwoch, 09. September 2009 um 13:24 Uhr |
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Die Zahl der US Truppen die entsandt wurden, um langfristige Stabilität in Afghanistan herzustellen (Diese Phrase wurde von Obamas Komplizen, dem britischen Premier Gordon Brown geäußert) stiegen von 5.200 im Jahr 2002 auf aktuell 62.000, während die Kosten in diesem Zeitraum von 21 Milliarden Dollar pro Jahr auf 60 Milliarden in die Höhe geschossen sind, sodass sich die Gesamtkosten auf 228 Milliarden belaufen - Geld, das wesentlich besser hätte in Amerika ausgegeben werden können, durch Amerikaner, für Amerikaner. Und das Entsenden von mehr Truppen bedeute auch das Entsenden von mehr Zielen. "Zahl der Totesopfer durch Bombenanschläge steigt," berichtet der Miami Herald am 12. August. IED (Abk. f.: improvised explosive device, dt.: unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung [Abk.: USBV]) Explosionen steigen auf 828 im Juli, mehr als doppelt so viele wie letztes Jahr im Juli und der Höchststand, seit der Krieg begonnen hat. Amerikanische Verluste sind auf einem Rekordhoch. Ist das die Straße zum "Sieg"? Admiral Mike Mullen, der Vorsitzende der Stabschefs, nannte die afghanische Krise "ernst und sich zuspitzend" als die amerikanischen Verluste neue Höhen erreichten. Das Pentagon schickte erfahrene Marines zu den Taliban in der südlichen Helmand Provinz, jedoch sind es nicht genug. General Stanley McChrystal muss möglicherweise bald nach der Erhöhung der Truppenzahlen nochmals zusätzlich um die Hälfte [der jetzigen Truppenstärke] bitten. Schlimmer noch, Präsident Obama hat die Kämpfe bis nach Pakistan hinein eskalieren lassen, wo die pakistanischen Taliban Gebiete kontrollieren, die nahe der Hauptstadt Islamabad liegen und wo die Kämpfe für zwei Millionen Flüchtlinge gesorgt haben. Gratulation an das Weiße Haus und den Kongress: Amerika ist nun im Krieg gegen drei Länder des mittleren Ostens und die Regierungen aller drei Staaten zeichnen sich durch Schwäche, Unbeliebtheit und Korruption aus. Wer hätte das gedacht? Sogar als McChrystal sagt "das Wichtigste ist es, dass wir nicht die afghanische Bevölkerung verletzen", lässt Obama die Lage weiter eskalieren, zieht nicht ab und Kinder wie seine eigenen Töchter werden auf die Friedhöfe gebracht. Sogar der konservative Kolumnist Pat Buchanan fragt, "Was ist so Wesentliches an diesem Wüstenland, das es wert ist, weitere acht Jahre dort zu kämpfen, zu bluten und zu sterben, als das Verhindern der Erniedrigung einer weiteren amerikanischen Niederlage?" Buchanan fügte ganz richtig hinzu, "Und wenn Obama jetzt glaubt, dass das ein notwendiger Krieg ist, den wir nicht verlieren können und den er weiterführen muss, dann ist dies eine Entscheidung, die seine Partei und das Land spalten und seine Präsidentschaft gefährden wird." George Will, ein anderer konservativer Kolumnist, will den Krieg weiterführen, aber nur "in den Teilen, die von der Küste aus durchgeführt werden können, durch Aufklärung, Drohnen, Marschflugkörper, Luftschläge und kleine, effiziente Spezialeinheiten, konzentriert auf die löcherige 1.500 Meilen lange Grenze nach Pakistan, einer Nation die wirklich eine Rolle spielt." Er möchte die Landstreitkräft heraushalten. Abgesehen von der selbstgefälligen Arroganz, mit der Will Afghanistan als eine unbedeutenden Nation abtut (!), würde diese Anonymus Strategie der Bombardierung, von unerreichbaren Stützpunkten auf See aus, nur neuen Hass auf die Vereinigten Staaten hervorrufen. Der afghanische Zorn ist weißglühend, denn das Pentagon fliegt Angriffe mit unbemannten Drohnen, was die Afghanen als unfaire Kriegsführung und unmännlich ansehen. Reuters berichtete, dass der Bezirksleiter der Provinz Farah über einen Luftschlag in Bala Boluk klagte, der das Leben von 108 Zivilisten forderte. Glaubt Obama wirklich, das er den Afghanen damit einen Gefallen tut? Amerikaner sollten verstehen, dass Gewalt immer nur mehr Gewalt erzeugt, dass Angriffe nur mehr (Gegen-)Angriffe erzeugen und dass jede Welle von Vergeltungsschlägen verheerender sein wird. Außerdem gäbe es heute keinen Krieg, wenn die Einmischung Amerikas Osama bin Laden nicht wiederaufleben lassen hätte. "(Präsident) Clintons Anschläge im Sudan und Afghanistans 1998 haben Al Qaida gewissermaßen geschaffen, als eine bekannte Größe, sowohl in der Welt der Geheimdienste, als auch in der muslimischen Welt," wie Noam Chomsky in (seinem Buch) "Imperial Ambitions" sagt (bei David Barsamian, Metropolitan Books). "In der Tat haben die Bombardierungen Osama bin Laden als ein Symbol erschaffen, was zu einem starken Anstieg der Rekrutierungen und der Finanzierung von Al Qaida ähnlichen Netzwerken geführt hat und zu engen Verbindungen zwischen bin Laden und den Taliban, die ihm zuvor feindliche gesinnt waren." Die Vereinigten Staaten sind auf keinen Fall unschuldig, Krieg und Elend in dieses Land gebracht zu haben. Während der einzige Grund für die Unterstützung der Kriege in Afghanistan und dem Irak, durch viele Amerikaner, die Lügen ihrer Politiker waren, finanzierte ein rückgradloser Kongress das Weiße Haus durchweg. Wie David Swanson im "Daybreak" (Seven Stories Press) festhielt, war das einzige Mitglied des Kongress, dass sich Präsident Bushs Überfall auf Afghanistan entgegenstellte Barbara Lee, die aufrichtig vor Scham und Wut Tränen vergoss. "Sie allein schlug dem Präsidenten ab, Macht zu gebrauchen, die ihm durch die Verfassung nicht verliehen wurde, sowie das Vertrauen, diese weise einzusetzen." Und wieder schrieb Swanson, als der Kongress im April diesen Jahres bewilligte Präsident Obamas Budget für den Afghanistan Konflikt zu erweitern, "dieses Mal stand der Kongressabgeordnete Dennis Kucinich allein da, als er mit Nein gegen den Krieg stimmte." "Wir sind jetzt einen Nation," beklagt Swanson, "die regelmäßig Zivilisten bombardiert, Unschuldige festhält und Verdächtige foltert - manchmal bis zum Tode." Wie Francis Boyle, Professor für internationales Recht, an der University of Illinois, Urbana-Champaign, es formuliert, "Jetzt haben wir eine Situation, in der Obama den Boden unter den Füßen verliert, keine Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat und die illegale übermäßige Nutzung der Befugnisse, die der Kongress Bush nach 9/11 übertragen hat ... zusätzlich hat er nun den Konflikt nach Pakistan hinein eskaliert ... (und) leitet eine humanitäre Katastrophe für die Menschen in Pakistan ein, ähnlich wie Nixon in Kambodscha." Amerika ist heute ein "gescheiterter Staat." Es ist eine gescheiterte Demokratie. Seine Bürger wollen Frieden und die gewählten Volksvertreter machen Krieg. Nach der Übernahme der Führung in der Herstellung der vereinten Nationen in San Francisco,nach dem zweiten Weltkrieg, ist Amerika heute der führende Besatzer, der führende Kriegstreiber, der führende Waffenhersteller und der führende Waffenhändler auf dem Planeten und die Nation, die insgesamt am meisten von der Menschheit gefürchtet wird. Es gibt fast 200 mal soviel für den Krieg aus, wie für die Diplomatie. Den Gründervätern Amerikas schwebte einen Nation vor, die "einen würdigen Respekt in Bezug auf die Ansichten der Menschen" zeigt (Jefferson), jedoch gibt das Pentogon heute mehr Steuergelder für den Krieg aus, als alle anderen Länder zusammen. Und während es seine Einwohner, mit eigens dafür kreierten farbkodierten Alamstufen beängstigt, sie glauben zu lassen sie seien durch Terroristen bedroht, erzeugt es selbst Terror im mittleren Osten. Mr. Obama ist nur das aktuelle, aalglatte Modell in einer langen Reihe von imperialistischen Präsideten. Vielleicht sollte er einem Ratschlag von Präsident Bush folgen, den dieser am 8. Oktober 2003 in Milwaukee abgegeben, aber nie selbst befolgt hat: "Sehen Sie, freie Nationen sind friedvolle Nationen. Freie Nationen greifen niemanden an. Freie Nationen entwickeln keine Massenvernichtungswaffen." Von viel größerer Wichtigkeit, als die Auswirkung des Afghanistan-Krieges auf die Obama Präsidentschaft oder die nationale Verschuldung oder sogar die länger werdende Liste der Gefallenen unser Truppen, ist die Auswirkung auf die unschuldigen Menschen von Afghanistan. Die Manager des militärisch-industriellen Komplexes, die diesen Krieg offensichtlich bewerben um ihres eigenen Profits Willen, bringt es nicht um ihren Schlaf, wenn Sie Berichte wie den oben beschriebenen über Farah lesen. Vielleicht sollten sie einmal unter den Afghanen für eine Zeit lang leben und deren Risiko teilen oder Wasser zu den Verwundeten in die Krankenhäuser tragen und die blutdurchtränkten Bettlaken wechseln. Veilleicht solten sie aufgefordert werden, ihre eigenen Söhne und Töchter nach Kabul und Bala Boluk zu schicken, um zu sehen, ob sie dann die Drohnen Angriffe fortsetzen würden. Im Jahr 1955, als Richard J. Daley das erste mal für das Amt des Bürgermeisters von Chicago kandidierte, war die Öffentlichkeit uneins darüber, ob er ihre Interessen bedingungslos vertreten würde. Er gewann sie für sich mit den Worten: "Wenn ich eure Straße sehe, sehe ich meine Straße. Wenn ich euer Haus sehe, sehe ich mein Haus. Wenn ich eure Kinder sehe, sehe ich meine Kinder." Das ist die Art von Denken, welches die mächtigen Amerikas heute annehmen sollten. Wann wird Obama Afghanistans Töchter als seine sehen? von Sherwood Ross, Global Research, September 5, 2009 |








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