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Luftpost Kaiserslautern
Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein
| Narben, die Soldatinnen aus dem Krieg mitbringen |
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| Geschrieben von: Wolfgang Jung, Luftpost Kaiserslautern | |
| Sonntag, 07. Februar 2010 um 10:26 Uhr | |
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Narben, die Soldatinnen aus dem Krieg mitbringenVon Jessica Yadegaran, Contra Costa Times, STARS AND STRIPES, 24.01.10 WALNUT CREEK, Kalifornien – Als die aus der Army ausgeschiedene Staff Sgt. (Stabsunteroffizierin) June Moss aus dem Irak zurückkam, musste sie ihren Kindern erklären, warum sie sie nicht umarmen konnte. Bei jeder Umarmung, die länger als zwei Sekunden dauerte, brannte ihre Haut wie Feuer. "Als ich zurückkam, brauchten meine Kinder wirklich Zuwendung," sagt Frau Moss. "Sie wollten meine Zuneigung spüren. Was hätte ich ihnen sagen sollen?" Weil sie nachts nicht schlafen konnte, backte sie bis in die Morgendämmerung kleine Topfkuchen. Zwischen lärmenden Kindern auf Spielplätzen hatte sie das Gefühl, ihr Brustkasten werde explodieren. Am schlimmsten war aber, dass sie immer Angst hatte, sie werde jemanden verletzen. "Ich war nicht mehr dieselbe Person, als ich nach Hause kam," erklärte Frau Moss, die im August 2003 aus dem Irak zurückkehrte und jetzt in East Palo Alto in Kalifornien lebt. "Ich hatte mich völlig verändert und war (innerlich) ganz kalt geworden."
Die wenigsten Menschen, die sich einen abgekämpften Kriegsteilnehmer vorstellen, denken wahrscheinlich an eine junge Frau wie June Moss, bei der schließlich Post Traumatic Stress Disorder / PTSD (eine posttraumatische Belastungsstörung) diagnostiziert wurde. Aber die aktiven Streitkräfte bestehen heute zu 15 Prozent aus Frauen, und die Frauen werden nach Schätzungen des Department of Veterans Affairs / VA (der für ehemalige Kriegsteilnehmer zuständigen Behörde) bis Ende 2020 rund 10 Prozent der Kriegsveteranen stellen. Und obwohl durch die militärische Dienstvorschrift und einen Beschluss des Kongresses festgelegt ist, dass Frauen nicht direkt an Bodenkämfen teilnehmen dürfen, tragen sie Gewehre und benutzen sie auch. Sie fahren den (Jeep-Nachfoger) Humvee, der in Sprengfallen geraten kann. Sie verhören und und erleben das Blutvergießen mit. Aber für Frauengibt es einen gewaltigen Unterschied. Sie kommen in eine Gesellschaft zurück, die häufig nicht versteht – oder nicht akzeptiert – dass sie in vorderster Linie gedient haben. Infolgedessen sei das Gefühl der Isolierung noch erdrückender, besonders, weil häufig nur wenige Frauen der gleichen Einheit angehörten, erläutert Natara Garovoy, die Programm-Direktorin des Women's Prevention Outreach and Education Centers (des Frauenzentrums für vorbeugende Übergangs- und Ausbildungshilfe) der Gesundheitsfürsorge der VA Palo Alto. Weitere Komplikationen entstehen dadurch, dass einige Soldatinnen sich vor Übergriffen der eigenen Soldaten fürchten mussten. Nach Erkenntnissen der VA wurde jede fünfte Frau, die wegen beim Militär entstandener sexueller Probleme behandelt wurde, von Mitsoldaten sexuell belästigt oder attackiert. Frau Moss war selten allein, gleichgültig, ob sie vertrauliche Papiere verbrannte oder den Müll wegbrachte. Aber sie bangte um ihre Sicherheit, besonders nachts. "Man hatte eh schon Angst um sein Leben, und dazu kam noch der Gedanke, dass man als Soldatin von einem Mitsoldaten überfallen werden könnte," berichtete Frau Moss. Die Mutter zweier Kinder war im Jahr 2003 acht Monate als KFZ-Mechanikerin für leichte Radfahrzeuge bei der 3rd Infantry Division (im Irak) eingesetzt. Wenn sie über belebte Marktplätze fuhr – häufig von oben oder vom Boden aus beschossen – umklammerte sie das Steuerrad, während sie nach Selbstmordattentätern Ausschau hielt. Bei solchen Fahrten betete sie. "Ich habe Gott wirklich angefleht," gestand Frau Moss. "Jeden Tag habe ich um mein Leben gebangt und wusste nicht, ob ich jemals wieder zu meinen Kindern nach Hause zurückkehren könnte oder ob sie mich verlieren würden. Ich musste immer meine sieben Sinne zusammennehmen und mich auf meine Ausbildung verlassen." Zurück im Stützpunkt kämpfte Frau Moss um ihre Identität. Sie war Soldatin, die Frau eines Soldaten – ihr Exmann war auch bei der Army – die Haupternährerin ihrer Familie und Mechanikerin. Das alles war schwer unter einen Hut zu bringen, weil sie auch noch die einzige Frau in ihrer Einheit war. Sie trug ihr Haar kurz. Sie zog Boxershorts und besonders weite T-Shirts an, um ihre Figur zu verbergen. Sie versuchte, besonders selbstbewusst und sicher aufzutreten, vor allem wenn ihre Mitsoldaten blöde Bemerkungen oder unerwünschte Gesten machten. "Man muss immer wissen, wenn man sagen muss: Stopp, ich will das nicht," fügte Frau Moss hinzu. Das Wiedergewinnen der eigenen Identität gehöre zu den größten Problemen, erklärt Tia Christopher, die ehemalige Soldatinnen betreut. Als Koordinatorin des VA-Projektes "Schwerter zu Pflugscharen" für ehemalige Soldatinnen, die in Afghanistan und im Irak eingesetzt waren, kümmert sie sich vor allem um aus dem Krieg heimgekehrte obdachlose Frauen und um Frauen mit niedrigen Einkommen und versucht ihnen zu ärztlicher Behandlung, zu einer Unterkunft und zur Vorbereitung auf einen Job zu verhelfen. "Viele der Frauen, die im Irak waren, nehmen alles hin, sogar noch nicht verheilte Verwundungen, weil sie nicht als Heulsusen gelten wollen," erzählt sie. "Sie fühlen sich immer noch als Soldatinnen, die still ihre Last zu tragen haben. Aber Sie können ihre Weiblichkeit nicht ganz verleugnen." Das Militär ist dabei, das Problem zu erkennen, und beginnt den Mangel an adäquater Nachkriegsbetreuung für Frauen zu beheben. Bisher hätten es Veteraninnen schwer gehabt, Zugang zu VA-Dienstleistungen zu erhalten, weil sie in den Einrichtungen nicht willkommen waren oder sie nicht kannten, sagte Frau Garovoy, eine klinische Psychologin. Wegen des wachsenden Zustroms von Frauen zum Militär – 20 Prozent der neuen Rekruten sind weiblich – sei man jetzt dabei, spezielle Programme zur Wiedereingliederung von Frauen zu entwickeln. Es seien aber noch viele Hindernisse zu überwinden. Sogar das Diagnostizieren von PTSD bei Frauen sei immer noch ein großes Problem. "Weil Frauen im Irak häufig Aufgaben erfüllen mussten, die nicht ihrer vorgesehenen Verwendung entsprachen und wegen der (grausamen) Natur des Krieges, kommen sie mit Symptomen dieser Erkrankung zurück, müssen dann aber erst nachweisen, dass sie tatsächlich darunter leiden," beklagt Frau Christopher. Als Frau Moos 32-jährig aus dem Irak zurückkam, wurde erst eine falsche Diagnose gestellt. Wäre sie ein Mann gewesen, hätte man viel schneller ihre PTSD anerkannt. "Weil ich eine Frau war, meinten sie, ich hätte nur eine Depression,'" beklagte sich Frau Moss. Auch die Behandlung gestaltet sich schwierig. "Wenn Sie die einzige Frau in einer Therapiegruppe sind, ist das nicht besonders angenehm und Sie werden wahrscheinlich nicht mehr hingehen," erläuterte Frau Christopher. "Bei reinen Frauengruppen geht es bei der PTSD-Behandlung häufig nur um sexuelle Probleme und weniger um die durch Kampfeinsätze verursachten Traumata," ergänzte sie.
Sie scheute auch vor der Wiederbegegnung mit ihrem 6-jährigen Sohn Zen zurück. Frau Hernandez hätte während ihre Zeit im Irak zweimal Urlaub nehmen und nach Hause fliegen können, sie beschloss aber, dort zu bleiben. "Das war ziemlich hart," erinnert sich Frau Hernandez, die damals 26 und eine von sechs Frauen in ihrer Kompanie war. "Aber ich dachte mir, es sei zu schwierig für ihn, mich kommen und gleich wieder gehen zu sehen." In ihrem Stützpunkt hatte Frau Hernandez auch noch andere Schwierigkeiten. Sie war eine von drei Frauen, die ihren kommandierenden Captain (Hauptmann) Leo Merck, beschuldigten, sie beim Duschen (in dem Foltergefängnis) Abu Ghraib beobachtet und nackt fotografiert zu haben. Um eine Anklage vor einem Kriegsgericht zu vermeiden, schied Merck im November 2003 aus der Nationalgarde aus. Im Mai 2004 informierte Frau Hernandez die Bay Area News Group (ein US-Presseunternehmen), dass sie Merck beim Fotografieren ertappt habe. Und doch ist sie nicht verbittert. "Meine Erfahrungen brächten die meisten Menschen gegen das Militär auf," erklärt Frau Hernandez, die auch mit Gefangenen befasst war und andere militärpolizeiliche Aufgaben übernommen hatte. "Aber das Fehlverhalten einzelner Menschen ist nicht ausschlaggebend für mein Urteil über den Militärdienst." Heute arbeitet Frau Hernandez als Technikerin bei der Reserve der Army. Sie besucht auch eine Therapiegruppe im VA Center Concord und ist dort meistens die einzige Frau. Weil Präsident Barack Obama mehr Truppen nach Afghanistan schicken will, stellt sie sich auf einen weiteren Fronteinsatz ein. "Wenn mir gesagt wird, dass ich gehen muss, werde ich gehen," sagt sie. "Gleichzeitig finde ich den Gedanken schrecklich. Ich denke, wenn man weiß, dass man eine Aufgabe hat, kommt man darüber hinweg." Letztendlich ist sie stolz auf den Beitrag, den sie und die anderen Frauen für das Militär leisten. "Wir kämpfen zwar nicht mit der Infanterie, aber ich denke, wir haben das Image der Krankenschwester auf Stöckelschuhen schon lange hinter uns gelassen," äußert sie. Frau Moss fühlt sich ähnlich stolz. Letzten Monat ist sie nach 12 Dienstjahren endgültig aus dem Militär ausgeschieden und arbeitet jetzt als Hilfsgeistliche für die VA-Gesundheitsfürsorge in Palo Alto. Sie kämpft immer noch mit ihren Symptomen, kennt aber die Auslöser und vermeidet sie. In Restaurants sitzt sie an einem Tisch in einer Ecke, von dem aus sie alles gut überblicken kann, wenn ein plötzliches oder lautes Geräusch sie aufschreckt. Wenn sie ihre Kinder aus der Schule abholt, ruft sie vorher die Schulsekretärin an, damit die sie herausschickt. Sie kann immer noch nicht auf einem belebten Parkplatz neben anderen Eltern warten. Ihre Fortschritte misst sie an der wachsenden Dauer ihre Umarmungen. Wenn ihre Kinder eine Umarmung brauchen, können sie jetzt volle zehn Sekunden in ihren Armen verweilen. Luftpost Kaiserslautern hat den Artikel komplett übersetzt und mit wenigen Ergänzungen versehen. Wie müssen diese Frauen schon während ihrer Zurichtung für das Abschlachten anderer Menschen deformiert worden sein, dass sie trotz PTSD immer noch stolz auf ihren Militärdienst sind und weitere Kampfeinsätze nicht verweigern wollen. Quelle: Luftpost Kaiserslautern |








Kommentare
Erstens: Ja, in dem Artikel steht, die Frauen machen so und so viel Prozent aus, aber es steht auch mehrfach in dem Artikel, dass Frauen nicht im Bodengefecht eingesetzt werden oder in der Infanterie, von daher kann sich jeder denken, dass sie seltener sterben als ihre männlichen Kollegen.
Macht das die Sache besser?
Steht in dem Artikel irgendwo, dass Männer es verdient hätten zu sterben und dass Frauen wertvoller seien? Die bisherigen Kommentare sind richtig frauenfeindlich. In dem Artikel habe ich aber nicht eine männerfeindliche Aussage gefunden, die so wie in den Kommentaren, bei denen ich mich frage, ob sie nicht alle vom gleichen Menschen stammen, dargestellt, behauptet, Frauen wären die besseren Menschen und Männer dagegen einen Sch*** wert und dass nur Frauen vor Leid und Krieg zu schützen wären. Wer auch immer die bisherigen Kommentare verfasst hat, hat offenbar nicht richtig gelesen. Der Artikel ist eine Kritik am Zustand eines Aspekts, den der Krieg und die derzeitige Wirtschaftslage mit sich bringt.
Apropos Wirtschaftslage: Schon mal daran gedacht, dass in Ami-Land über 10 % Arbeitslosigkeit herrscht? Was macht eine Mutter, die ihre Kinder versorgen muss? Sie sucht sich einen Job! Wenn der einzige Job, den sie bekommt, in der Army ist und sie sonst nichts findet, dann wird sie diesen Job machen. Erst recht, wenn ihr Mann auch nicht viel oder gar nichts verdient. Soviel mal zu der angeblichen Motivation. Mag sein, dass manche Frauen aus reiner Geldgier zur Army gehen, aber das tun Männer auch und es fallen nicht nur Männer, die eingezogen wurden, sondern auch viel zu viele Freiwillige. Die bisherigen Kommentare machen den Eindruck, als würde der Autor sagen wollen: "Die Miststücke haben's doch verdient!" sorry, aber diese Sichtweise kann ich nicht verstehen! Ist nicht jedes Leben gleich viel wert? Ist nicht jeder Tod eines Soldaten gleich welchen Geschlechts zu betrauern?
Patriotismus könnte ein Grund sein. Es gibt sicherlich noch mehr Motive...
zitiere qed:
Ja klar ist Geld ein Motiv, allerdings entsteht dieses häufig aus individuellen wirtschaftlichen Notlagen heraus, denen z.B. auch Mütter unterworfen sind (Ist auch im Artikel nachzulesen).
zitiere qed:
Den Schluss, dass Frauen genauso schlimme Verbrecher sein können wie Männer, als Grund zu nehmen, sich mit der getrennten Betrachtungsweise des Problem nicht auseinanderzusetzen, halte ich für unzulässig. Zumal es auch häufig Berichte gibt, dass Frauen beim überspringen des Gewaltfunkens zu noch mehr Brutalität als Männer fähig sind, ist eine psychologisch getrennte Betrachtung höchst angebracht. Glauben Sie wirklich, dass Frauen den Krieg genauso erleben wie Männer? Muss mann immer das alte Schwarz/Weiß-Musterdenken ansetzten um etwas in gut oder schlecht einzuteilen?
zitiere qed:
äähm, ja... ich gehe jetzt mal nur auf die sachliche Kritik ein: Aus Ihrem Kommentar konnte ich leider nicht den genauen Antrieb für Ihre Äußerungen erlesen, aber ich frage mich ernsthaft welches Tabu dieser Artikel eigentlich gebrochen hat?
Wieso sollte eine differenzierte Betrachtung der sozialen und psychologischen Vorgänge in den heutigen vom Westen eingesetzten Truppen falsch sein?
Wieso leiten Sie aus dem Artikel ab, dass dieser das Leid von Soldaten herunterspielt? Das ist nicht der Fall...
Die Wahrheit ist übrigens, dass wir hier diverse Artikel auf der Seite haben, die nachdrücklich das Leid von Soldaten im Krieg beschreiben und diese Zustände anprangern. Daher empfehle ich Ihnen vorab besser zu recherchieren, bevor Sie ein falsches (oder danach vielleicht besser ein richtiges) Urteil fällen.
Zu den ersten beiden Kommentaren: Darüber die Toten zu zählen den Gegenbeweis anzutreten, dass Frauen weniger im Krieg leiden als Männern finde ich etwas drastisch. Glauben Sie wirklich, das einen Soldatin der US Army, die im Irak unterwegs ist, psychisch weniger belastet ist, weil eine Statistik behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit Ihres Todes geringer ist als bei einem Soldaten? Im übrigen ist im Artikel nachzulesen, dass Frauen an Bodenoffensiven nicht teilnehmen, was ja Erklärung genug für die Zahlen ist. Nur sind die Todeszahlen garnicht Inhalt des Artikels, sondern psychische Probleme der Rekruten.
Es ist zum Verzweifeln: warum fragt Gutmensch nicht einfach mal eine der Söldnerinnen nach ihrer Motivation, in eine Killertruppe einzutreten?
Nun, gutes Geld für geringes Risiko hatte jede als Leitmotiv und daß man sich notfalls per Schwangerschaft aus der Affäre ziehen kann, wissen sie auch.
Wenn da nicht Missie England im Irak gewesen wäre, die schon mal ganz gerne sich beim Quälen von Gefangenen ablichten ließ. Oder die berüchtigte Hermine aus Dachau.
Nein, Frauen sind die gebenedeiten Schmerzenswesen des Zeitalters, die besseren Menschen.
Was mich richtig böse macht: dieser ideologische Dreck, diese absolute Hirnlosigkeit, dieser Vaginnenmonolog firmiert unter 'Befreiung der Wahrheit für Gerechtigkeit', siehe Header.
Gemeint ist wohl eher die Befreiung vom Denken.
MfG
George Orwell
Ich finde Ihre femizentrierte Sichtweise schon sehr bedenklich. Haben Sie Ihren Text mal mit verdrehten Rollen gelesen um die sexistische Argumentation aufzudecken? Das "besonders große Leid der Frauen" ist genau das Leid, das Sie problemlos den Männern zumuten. Warum das? Sind Männer für Sie "per Geschlecht kollektiv selber Schuld an Stalingrad" obwohl Frauen 1933 jubelnd mitgewählt haben? Ist Frau Merkel am Tod der nur männlichen Afghanistan-Toten völlig unschuldig weil sie ja keine Wehrpfliocht leisten mußte? Und ja, unter den Toten sind auch Wehrpflichtige!
Sie erwähnen 15% weiblichen Anteil an der US-Armee und verschweigen dabei eine andere Zahl. Als vor einigen Monaten der 3000. Tote aus dem Irak heimkam, befanden sich darunter:
62 Frauen und
2938 Männer.
Das macht einen Frauenanteil von 2 (zwei)%. Würden Frauen wirklich für gleichen Sold gleiche Opferbereitschaft zeigen müssen (und Selbstaufgabe gehört zum schmutzigen SoldatInnen-Geschäft), hätte man etwa 450 weibliche Tote erwarten müssen. Selbst bei gleichem Sold und gleichem berufsbedingten Risiko das jedem Soldaten bewußt ist, werden also mehr Männer als Frauen geopfert. Die sind Ihnen aber nicht eine Silbe wert!
Kein Wort darüber, daß Frauen freiwillig, Männer aber gezwungen zum Militär gehen - und daß Frauen sich jederzeit durch Schwangerschaft (Männer aber nicht durch Vaterschaft) herausmogeln können, wie es Flugzeugträgerweise im ersten Golfkrieg bei der US-Armee geschah. Und hinterher wurde abgetrieben.
Ihr eigener Text mit einem ausgetauschten Wort, extra für Sie zum Test Ihrer Lernfähigkeit:
"Wie müssen diese MÄNNER schon während ihrer Zurichtung für das Abschlachten anderer Menschen deformiert worden sein, dass sie trotz PTSD immer noch stolz auf ihren Militärdienst sind und weitere Kampfeinsätze nicht verweigern wollen."
Sie schreiben in ihrem roten INFO-Kasten des Artikels:
Frauen stellen 15 Prozent der aktiven Streitkräfte
soweit richtig, es fehlt aber:
Als vor einigen Monaten der 3000. Tote aus Irak heimkam, befanden sich darunter
62 Frauen und
2938 Männer.
Das macht einen Frauenanteil von 2 (zwei)%.
Das sollten Sie ruhig erwähnen, es zeigt das deutlich geringere Risiko, dem Frauen ausgesetzt sind.
Bei sicher gleicher Bezahlung.
Und es zeigt, dass Frauen- die Sie in ihrem Artikel zum Opfer hoch-stilisieren - in Wirklichkeit zu dem privilegierten, da ungefährlichem Geschlecht gehört.
Ablesbar an genau diesen Opferzahlen.
In der dt. Bundeswehr ist es noch deutlicher.
Bei einem Frauenanteil der BW von aktuell ca. 9 Prozent liegt der Soldatinnen-Anteil der Toten bei exakt 0 Prozent.
100 Prozent Männer.
Das sollte Ihnen eigentlich zu denken geben. Daher bitte ich Sie, hier zu ergänzen, bzw. auch einmal auf die Gefährdung geschlechtsspezifisch einzugehen.
Danke
Olli
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